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Hufrehe

Inhalt:

     

Beispiel 1

      

 

Das ist der linke Vorderhuf eines an Hufrehe erkrankten Ponys. Das Pony konnte kaum auf 3 Beinen stehen, weil die Hufunterseite wie eine Nussschale war.

(Siehe auch Artikel Hufrehe und Weidehaltung)

 

So sieht der Huf ca. 4 Monate nach regelmässiger Bearbeitung aus. Das Pony trabt und galoppiert wieder..

 

Sohlenansicht des gleichen Hufes vor  der Bearbeitung. Beachten Sie die sehr langen Trachten, die dicke Sohle und den verkümmerten und fauligen Strahl.

 

Nach 4 Monaten sind die Trachen kürzer, die Sohle löst sich von selbst und wird konkav. Auch der Strahl besteht aus besserem Horn, ist aber zum Teil immer noch mehlig.
  So sieht der Huf 5 Monate nach dem letzten Reheschub aus. Die Hufwand wächst nach unten, und bildet keinen "Knollhuf" mehr. Die Zehe wächst stark nach vorne und bildet einen Schnabel, was wahrscheinlich an der Form des Hufbeins liegt. (Es liegt kein Röntgenbild vor.)
     
  Nach der Bearbeitung. Die Rotfärbung der Hufwand stammt von den wiederkehrenden Schüben.
     
  Sohlenansicht. Die Sohle ist konkav, an der Zehe ist die (noch ein wenig verbreitete) weisse Linie zu sehen.
     
  Nach der Bearbeitung. Dem Pony geht es gut und es lebt ganztags mit seinen beiden Ponykollegen auf der Weide!
     

Beispiel 2

      

 

Hier sehen Sie die Hinterhufe eines Hufreheponys. Die Hufe sind viel zu lang, die langen Zehen hindern das Pony zusätzlich am Abrollen beim Laufen.
Das sind die Hufe nach nur einer Bearbeitung. Wenn die Hufe weiterhin regelmässig hätten ausgeschnitten werden können, hätten sie inzwischen eine annähernd normale Form. Leider meldet sich der Besitzer "aus Zeitgründen" nicht mehr...

Behandlung von Hufrehe

Bei Verdacht auf Hufrehe sollten Sie sofort Ihren Tierarzt informieren, er wird Ihnen Informationen bezüglich Fütterung und Schmerzmittel geben.
Als Sofortmassnahme sollten Sie die Hufe kühlen!
Der Hufpfleger wird Ihnen helfen, Hufverbände zu machen, damit die Hufe bestmöglich unterstützt werden.
Zuerst wird er allerdings durch Ausschneiden die Hufe entlasten.

Nach ca. 4 Wochen, wenn das Pferd schmerzfrei ist, kann die Hufbearbeitung beginnen:

Hufbearbeitung mit Röntgenbildern

Wenn Sie sich enschieden haben, Röntgenbilder machen zu lassen, sollte der Hufpfleger beim Röntgen dabei sein. Er wird verschiedene Hilfsmittel am Huf anbringen, damit er den Huf später genau ausmessen kann.
Anschließend wird der Huf wieder in eine normale Form gebracht.

Hufbearbeitung ohne Röntgenbilder

Wenn Sie sich dazu entschieden haben, die Hufe ohne Röntgenbilder bearbeiten zu lassen (wie im Beispiel 1), dann müssen die Hufe regelmäßig ausgeschnitten werden, die Hufe werden langsam in eine annähernd normale Form gebracht.

Wichtig: Ihr Pferd sollte keine weiteren Reheschübe bekommen!

Hufrehe und Fruktan

 

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Der Zusammenhang zwischen Hufrehe und Fruktan (Fruchtzucker)

 

Oktober 2008

 

von Andrea Fahrni, Barehoof Strategy School of Switzerland

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Einleitung………………………………………………………………....... 1

2.1. Welche Rolle spielt Fruktan im Gras?..................................................... 2

2.2. Der Einfluss von Jahreszeiten, Wetter, Temperatur auf das Graswachstum................................................................................................... 2

2.3. Allgemeine Richtlinien…………………........………………………....... 2

2.4. Anweiden……………………………...........…………………………..... 3

3.    Theoretische Grundlagen zur Fruktanverdauung………………............ 4

4.1. Heu = getrocknetes Gras: Fruktangehalt…………………………........ 5

4.2. Stärkegehalt im Kraftfutter…………………………………………….... 5

4.3. Fruktosegehalt in Äpfeln und Karotten…………………….................... 5

5. Schlussgedanken…………………………………………......................... 6

6. Quellen……………………………………………………………............... 7

 

1.1. Einleitung

Hufrehe ist nach Kolik die zweithäufigste Todesursache bei Pferden. (1) Mehrere Ponies meiner Kunden haben Hufrehe entwickelt, nachdem sie auf der Weide waren. Für die Besitzer zum Teil völlig unerklärlich, da die Weiden zum Teil stark abgegrast waren oder das Gras alt und gelb war. Auch jetzt im Herbst erkrankt das eine oder andere Pony immer wieder an Hufreheschüben und leidet unter starken Schmerzen.

Mit dieser Arbeit möchte ich den Zusammenhang zwischen Hufrehe und dem im Gras enthaltenen Fruktan erläutern. Interessanterweise unterliegt der Fruktangehalt wetter- und tageszeitlichen Schwankungen!

 

2.1. Welche Rolle spielt Fruktan im Gras?

Fruktan ist ein langkettiger Zucker, der der Pflanze als kurzzeitiger Energiezwischenspeicher dient. Die meiste Energie (bis zu 90%) wird in Form von Fruktan gespeichert, der Rest als Dauerspeicher in Form von Stärke. Fruktan wird im Stängel, Stärke in den Blättern gespeichert. Auch Blütenstände haben sehr viele leicht verdauliche Kohlenhydrate.

 Eine Pflanze gewinnt Energie für ihr Wachstum durch Photosynthese. Sonneneinstrahlung, Wärme, Wasser und Luftfeuchtigkeit beeinflussen die Photosynthese der Pflanze. Je mehr Sonnenlicht, desto mehr Energie wird durch Photosynthese produziert; diese Energie wird am besten durch Wachstum verbraucht, wenn es warm und feucht ist.

Verbraucht die Pflanze weniger Energie, als durch Photosynthese hergestellt wurde, wird diese Energie in Form von Fruktan im Stängel zwischengelagert. Dieser Speicher wird wieder aufgebraucht, sobald die Pflanze wächst. (2)

 

Folgende Gräsersorten sind eher mager: Wiesenfuchsschwanz, Wisenlieschgras, Knaulgras, Rotschwingel, Wiesenrispe und Wisenschwingel.

Weidelgras (Ryegras) enthält sehr viel Fruktan! (4)

 

2.2. Der Einfluss von Jahreszeiten, Wetter, Temperatur auf das Graswachstum

 Die Pflanzen enthalten am meisten Fruktan, wenn Photosynthese stattgefunden hat, aber die Pflanzen nicht gewachsen sind. Das trifft vor allem zu, wenn die Temperatur unter 4°C ist und die Sonne scheint. (5)

Bei kühlem Wetter (unter 8°C) wächst das Gras langsamer, dadurch wird weniger Energie verbraucht und in Form von Fruktan gespeichert.

Ist es bewölkt oder regnet es, wird aufgrund des mangelnden Sonnenlichts wenig Energie produziert und auch kein Fruktan gebildet und zwischengespeichert. Fruktan wird dann sogar aufgebraucht, wenn es warm genug für Wachstum ist. (2,3)

 

2.3. Allgemeine Richtlinien: 

  • Pflanzen wachsen am schnellsten im Frühjahr, Herbst und wenn es nach einer längeren Trockenperiode wieder regnet (5)

  • Bewölkt, trocken und warm -> wenig Energieproduktion und Wachstum (keine Fruktanspeicherung) -> geringe/abnehmende Rehegefahr

  • Warm, feucht und bewölkt -> produzierte Energie wird durch Wachstum aufgebraucht, Fruktanspeicher werden abgebaut -> geringe bis mittelmässige Rehegefahr

  • Kaltes Wetter und/oder Nachtfrost -> gesteigerte Fruktanspeicherung bei geringem Wachstum -> Rehegefahr

  • Kaltes und/oder frostiges Wetter bei strahlendem Sonnenschein -> Fruktanspeicherung in grossen Mengen ohne Pflanzenwachstum  -> starke Rehegefahr

 

  • Günstig:

    • die Pferde in den Morgenstunden grasen lassen

    • Weideflächen portionieren

    • Weidemaulkorb (2,3)

     

  • Ungünstig:

    • Gefrorenes oder mit Reif überzogenes Gras -> meiden (5)

    • Nachmittags und früher Abend -> diese Zeiten meiden

    • Hungrige Pferde auf die Weide bringen -> vorher gebadetes Heu füttern

    • Kraftfutter (2,3)

 

2.4. Anweiden:

Selbstverständlich sollte ein an akuter Hufrehe erkranktes Tier nicht auf die Weide dürfen!

Nach Ausheilen der Hufrehe und wenn das Pferd anschliessend mindestens drei Wochen symptomfrei ist, kann wieder versucht werden, das Pferd auf die Weide zu lassen. Die Weide sollte mit möglichst kargen (also nicht gedüngten) und verblühten, überständigen Gräsern (sie sind dann gelblich-bräunlich) bewachsen sein.

Die betroffenen Pferde müssen langsam angewöhnt werden, man beginnt mit 10 Minuten und verlängert die Weidezeit langsam. Es wird auch empfohlen, betroffene Pferde im Offenstall mit ganzjährigem Weidezugang zu halten. So könne sich der Körper langsam an die sich ändernde Vegetation gewöhnen (wie bei frei lebenden Pferden auch). (4)

Dem hufrehegefährdeten Pferd sollte vor dem Weidegang kein Kraftfutter gefüttert werden. Vor dem Weiden sollte genügend Zeit gegeben werden, damit das Pferd ausreichend Heu fressen kann, damit es nicht hungrig auf die Weide geht.

Wenn das Pferd über mehrere Tage nicht auf die Weide konnte, muss es wieder langsam angeweidet werden!

Während dem Anweiden sollte der Kot genauestens beobachtet werden: Die Weidezeit sollte sofort wieder gekürzt werden, wenn der Kot dünner wird. (3)

 

3. Theoretische Grundlagen zur Fruktanverdauung:

Ponies haben in ihrer Entwicklung ihren Stoffwechsel an karges, nährstoffarmes Futter angepasst und sind deshalb besonders anfällig für Hufrehe, wenn sie auf gedüngte Weiden unbeschränkten Zugang haben.

Kleine Fruktanmengen werden im Blind- und Dickdarm so verdaut, dass sie vom Körper aufgenommen und verwertet werden können.

Säugetiere haben keine Enzyme, um Fruktan zu verdauen.

Werden vom Pony grosse Fruktanmengen gefressen, kann das Fruktan nicht vollständig abgebaut werden und die Mengen gelangen unverdaut in den Dickdarm. Dort werden sie durch Bakterien vergoren, was zu schweren Verdauungsproblemen und letztendlich auch zu einer Zusammenhangstrennung zwischen Hufbein und Hufkapsel führt. Diese Vergärung führt dazu, dass sich Streptokokken im Dickdarm explosionsartig vermehren.

Ausserdem vermischt sich der neutrale Verdauungsbrei aus dem Blinddarm mit dem vergärten Brei aus Fruktose im Dickdarm und führt zur Milchsäurebildung. In diesem unnatürlich sauren Darmmilieu vermehren sich die grampositiven Bakterien Streptokokkus bovis und Streptokokkus equinus sehr schnell. Der pH-Wert im Dickdarm ist dann bei ungefähr 4 – 5  (normaler pH-Wert beim gesunden Pferd  6,8 – 7,5).

Schon alleine dieses saure Darmmilieu kann zu wässrigem Durchfall und Fieber führen.

Des Weiteren  führt dieses saure Milieu auch zu Sekundärreaktionen im Körper. Eine der wichtigsten Folgen für den Körper ist der Zelltod und die Auflösung massenhaft „gesunder“ Bakterien im Darm. Dadurch werden giftige Stoffe freigesetzt, die vom Darm in die Blutbahn gelangen, was beim Pferd zu anderen schweren Krankheiten führen kann, neben der sich anbahnenden Hufrehe. (1)

  

4.1. Heu = getrocknetes Gras: Fruktangehalt 

Der Fruktangehalt im Heu variiert je nach Graszusammensetzung, Schnittzeitpunkt, Vegetationsstadium und dem Wetter beim Schnitt. Heu, welches zwischen Ende der Blüte bis Bildung der Samen (so genanntes Öko-Heu) geschnitten wurde, ist relativ arm an Fruktan, da die Pflanze in diesem Vegetationsstadium am meisten Energie braucht.

Und auch Heu, das am Morgen geschnitten wurde, ist ärmer an Fruktan als das, das am Abend gemäht wurde.

Um den Fruktangehalt im Heu für rehegefährdete Pferde zu reduzieren, kann man das Heu für ca. eine halbe Stunde in ein Wasserbad legen. Da sich die Wirksamkeit der Auswaschung mit steigender Wassertemperatur verbessert, sollte das Wasser möglichst über 50° C warm sein. So kann man bis zu 30 % des Fruktangehaltes aus dem Heu ausschwemmen. (Hinweis: es werden auch andere Mineralstoffe ausgeschwemmt.)

Trotzdem ist der pH-Wert im Dickdarm bei reiner Heufütterung stabil und die Dickdarmflora ist gesund. Um eine möglichst stabile und gesunde Dickdarmflora zu erhalten, sollte das Pferd keine langen Fresspausen haben, vor allem nicht in der Nacht. (3)

 

4.2. Stärkegehalt im Kraftfutter:

Auch eine zu hohe Kraftfutterzufuhr führ zu einem sauren Milieu im Dickdarm und löst so Hufrehe aus.

Falls also Kraftfutter gegeben werden muss, sollte man Hafer füttern.

Die anderen Getreidearten wie Weizen, Hirse, Mais und Gerste scheinen weniger geeignet zu sein. (1,3)

 

4.3. Fruktangehalt in Äpfeln und Karotten:

In Experimenten konnte Hufrehe schon bei 7,5 g Fruktan pro kg Körpergewicht ausgelöst werden. (5)

Darum finde ich es interessant, wie viel Gramm Fruktan sich in Äpfeln und Karotten befindet, da sie oft als Belohnung oder sonstige Futterzusätze gegeben werden.

Karotten enthalten pro 100g  1 – 5 g Fruktan.

Äpfel enthalten pro 100g  5 – 10 g Fruktan (6)

 

5. Schlussgedanken:

Pferde und Ponies, die hufrehegefährdet sind, können unter bestimmten Bedingungen auf die Weide. Abhängig von den Grassorten,  Temperatur, Wetter, Jahreszeit und Graswachstum ist der Fruktangehalt in den Gräsern verschieden. Wenn der Besitzer diese Umstände genau beachtet und beobachtet, kann das Tier wenigstens stundenweise auf die Weide.

Es sollten aber auch alle anderen Faktoren miteinbezogen werden. Das Pferd sollte - soweit möglich – regelmässig gearbeitet werden. Das restliche Futter sollte genau auf seine Bedürfnisse abgestimmt sein, damit es weder zuwenig noch zuviel bekommt. Leckerlis und Belohnungen jeder Art sollten mit berücksichtigt und stark reduziert werden!

Ein Hufschmied/Hufpfleger sollte in regelmässigen Abständen die Hufe korrekt ausschneiden, damit sie nicht zu lang werden und dem Pferd das Laufen zusätzlich erschweren.

Und last but not least gibt es viele Möglichkeiten, den Körper des Pferdes mit Alternativmedizin zu unterstützen. Aus dem Dschungel der Angebote muss sich jeder die für sich und sein Tier geeignete Therapie selbst aussuchen; dabei helfen sicher Tipps und Erfahrungen anderer Tierhalter.

Mit dieser Arbeit hoffe ich, dass ich den Besitzern von “meinen“ hurehegeplagen Ponies einen kleinen Einblick in dieses Thema geben kann und dass Jimmi, Päuli, Tschäggi, Cannabis und viele andere Ponies wenigstens stundenweise gefahrlos auf die Weide können.

 

6. Quellen

(1) Christopher Pollitt 2008: Equine Laminitis Current Concepts

(2 ) www.equhttp://www.equivetinfo.deivetinfo.de

(3) www.h-h-c.de/Fuetterung

(4) www.dhd24.com/magazin/tierwelt/pferdewelt/gesundheit

(5)  Dietary factors involved in the induction of equine laminitis by Robert A.   Eustace BVSc Cert E.P. FRCVS, Director of the Laminitis Clinic       

(6) www.med-tu-muenchen.de

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Hufrehe und Weidehaltung - ist das möglich?

 

Darf ich vorstellen, dass ist Jimmy, eine über 30-jährige Shetty-Dame. Als ich Jimmy im April 2008 zum ersten Mal sah, war sie nicht so glücklich, wie auf diesem Bild!

Sie lag im Stall, schaute mich mit traurigen Augen an und konnte kaum mehr als ein paar Sekunden stehen, während ich ihre Hufe bearbeitete. Sie tat mir richtig leid und ich fragte ihre Besitzerin R., ob sie sie nicht lieber erlösen möchte.

R. erzählte mir die Leidensgeschichte: nach dem ersten Reheschub vor einiger Zeit war Jimmy im Tierspital und es ging ihr sogar noch schlechter als jetzt. Immerhin konnte sie langsam laufen. R. wollte nochmals alles versuchen, damit es ihrer Jimmy besser geht.

Also verabredeten wir uns alle 2 Wochen, um die Hufe langsam zu kürzen. Nach jeder Bearbeitung konnte Jimmy wieder etwas besser laufen, sie fing sogar an, auf der Weide zu traben. Mit der Zeit stellte sich aber ein "Stillstand" ein, die Hufe schienen immer noch schmerzhaft zu sein. Ich fragte nach der Fütterung: sie bekam sehr viel Zusatzfutter, darunter auch für "Sportpferde, die Energie brauchen". Zu all den Futtermitteln, die sehr viel Fruktan enthielten, wurde der Besitzerin durch einen Futtermittel-Spezialisten geraten. Sie brauchte all diese Zusätze, da sie bei reiner Heu- und Strohfütterung völlig abgemagert ist!

Als ich wieder zu Hause war, schoss es mir durch den Kopf: die Zähne. Ein Pferdezahnarzt bearbeitete ihre Zähne, was auch nötig war. Sofort wurde die Menge des Zusatzfutters stark reduziert und nach kurzer Zeit gar nichts mehr davon gegeben. Jimmy ging es jedes mal besser, wenn ich zu Besuch kam und galoppierte inzwischen mit ihren beiden Kollegen über die Weide! Auch das Hufwachstum liess endlich nach, so dass wir inzwischen nur noch alle 4 - 6 Wochen die Hufe ausschneiden.

Ende Mai 2009 konnte Jimmy mit ihren beiden Freunden auf eine grosse Weide mit Offenstall umziehen. Ehrlich gesagt, habe ich die erste Woche täglich mit einem Anruf von R. gerechnet. Die Befürchtung, Jimmy könnte doch noch einen Hufreheschub bekommen, hat sich zum Glück nicht bestätigt!

Hier sehen Sie die beiden Freunde von Jimmy, den grauen Päuli und die auch schon über 30-jährige Neige. Päuli hatte im Herbst 2008 plötzlich auch mehrere Hufreheschübe und ist seitdem er auf der Weide ist, völlig beschwerdefrei.

Nun waren die Ponys den ersten Winter auf der Weide, im April und Mai wurde die Weidefläche stark eingeschränkt. Die Ponys haben aber sehr viel Bewegung und können hoffentlich schon bald wieder auf die ganze Weide!

Im Nachhinein bin ich froh, dass R. Jimmy nicht aufgegeben hat! Es ist so schön, wenn Jimmy zu uns kommt, mit leuchtenden Augen, wachen Ohren und uns mit einem "Blubbern" oder Wiehern begrüsst!

Ich wünsche R. und ihren Ponys alles Gute und danke ganz herzlich dafür, dass ich über ihre Ponys schreiben durfte!

 

   © 2009 by Andrea Fahrni •  huf-orthopaedie@bluewin.ch