Hufrehe
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Das ist der linke Vorderhuf eines an
Hufrehe erkrankten Ponys. Das Pony konnte kaum auf 3 Beinen stehen, weil
die Hufunterseite wie eine Nussschale war. (Siehe
auch Artikel Hufrehe und Weidehaltung) |
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So sieht der Huf ca. 4
Monate nach regelmässiger
Bearbeitung aus. Das Pony trabt und galoppiert wieder.. |
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Sohlenansicht des gleichen Hufes vor der
Bearbeitung. Beachten Sie die sehr langen Trachten, die dicke Sohle und
den verkümmerten und fauligen Strahl. |
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Nach 4 Monaten sind die Trachen kürzer, die Sohle
löst sich von selbst und wird konkav. Auch der Strahl besteht aus
besserem Horn, ist aber zum Teil immer noch mehlig. |
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So sieht der Huf 5 Monate nach dem
letzten Reheschub aus. Die Hufwand wächst nach unten, und bildet keinen
"Knollhuf" mehr. Die Zehe wächst stark nach vorne und bildet einen
Schnabel, was wahrscheinlich an der Form des Hufbeins liegt. (Es
liegt kein Röntgenbild vor.) |
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Nach der Bearbeitung. Die Rotfärbung
der Hufwand stammt von den wiederkehrenden Schüben. |
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Sohlenansicht. Die Sohle ist konkav,
an der Zehe ist die (noch ein wenig verbreitete) weisse Linie zu sehen. |
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Nach der Bearbeitung. Dem Pony geht
es gut und es lebt ganztags mit seinen beiden Ponykollegen auf der
Weide! |
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Hier sehen Sie die Hinterhufe eines
Hufreheponys. Die Hufe sind viel zu lang, die langen Zehen hindern das Pony
zusätzlich am Abrollen beim Laufen. |
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Das sind die Hufe nach nur einer Bearbeitung.
Wenn die Hufe weiterhin regelmässig hätten ausgeschnitten werden können,
hätten sie inzwischen eine annähernd normale Form. Leider meldet sich der
Besitzer "aus Zeitgründen" nicht mehr... |

Bei Verdacht auf Hufrehe sollten Sie sofort Ihren Tierarzt informieren, er
wird Ihnen Informationen bezüglich Fütterung und Schmerzmittel geben.
Als Sofortmassnahme sollten Sie die Hufe kühlen!
Der Hufpfleger wird Ihnen helfen, Hufverbände zu machen, damit die Hufe
bestmöglich unterstützt werden.
Zuerst wird er allerdings durch Ausschneiden die Hufe entlasten.
Nach ca. 4 Wochen, wenn das Pferd schmerzfrei ist, kann die Hufbearbeitung
beginnen:
Hufbearbeitung mit Röntgenbildern
Wenn Sie sich enschieden haben, Röntgenbilder machen zu lassen, sollte der
Hufpfleger beim Röntgen dabei sein. Er wird verschiedene Hilfsmittel am Huf
anbringen, damit er den Huf später genau ausmessen kann.
Anschließend wird der Huf wieder in eine normale Form gebracht.
Hufbearbeitung ohne Röntgenbilder
Wenn Sie sich dazu entschieden haben, die Hufe ohne Röntgenbilder bearbeiten
zu lassen (wie im Beispiel 1), dann müssen die Hufe regelmäßig ausgeschnitten
werden, die Hufe werden langsam in eine annähernd normale Form gebracht.
Wichtig: Ihr Pferd sollte keine weiteren Reheschübe bekommen!

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Der
Zusammenhang zwischen Hufrehe und Fruktan (Fruchtzucker)
Oktober 2008
von Andrea Fahrni, Barehoof Strategy School of Switzerland
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung………………………………………………………………....... 1
2.1. Welche Rolle spielt Fruktan im
Gras?..................................................... 2
2.2. Der Einfluss von Jahreszeiten, Wetter, Temperatur auf
das
Graswachstum...................................................................................................
2
2.3. Allgemeine Richtlinien…………………........………………………....... 2
2.4. Anweiden……………………………...........…………………………..... 3
3. Theoretische Grundlagen zur Fruktanverdauung………………............
4
4.1. Heu = getrocknetes Gras: Fruktangehalt…………………………........
5
4.2. Stärkegehalt im Kraftfutter…………………………………………….... 5
4.3. Fruktosegehalt in Äpfeln und
Karotten…………………….................... 5
5. Schlussgedanken…………………………………………......................... 6
6. Quellen……………………………………………………………............... 7
1.1.
Einleitung
Hufrehe ist
nach Kolik die zweithäufigste Todesursache bei Pferden. (1) Mehrere Ponies
meiner Kunden haben Hufrehe entwickelt, nachdem sie auf der Weide waren. Für die
Besitzer zum Teil völlig unerklärlich, da die Weiden zum Teil stark abgegrast
waren oder das Gras alt und gelb war. Auch jetzt im Herbst erkrankt das eine
oder andere Pony immer wieder an Hufreheschüben und leidet unter starken
Schmerzen.
Mit dieser
Arbeit möchte ich den Zusammenhang zwischen Hufrehe und dem im Gras enthaltenen Fruktan erläutern. Interessanterweise unterliegt der Fruktangehalt wetter- und
tageszeitlichen Schwankungen!
2.1.
Welche Rolle spielt Fruktan im Gras?
Fruktan ist ein
langkettiger Zucker, der der Pflanze als kurzzeitiger Energiezwischenspeicher
dient. Die meiste Energie (bis zu 90%) wird in Form von Fruktan gespeichert, der
Rest als Dauerspeicher in Form von Stärke. Fruktan wird im Stängel, Stärke in
den Blättern gespeichert. Auch Blütenstände haben sehr viele leicht verdauliche
Kohlenhydrate.
Eine Pflanze
gewinnt Energie für ihr Wachstum durch Photosynthese. Sonneneinstrahlung, Wärme,
Wasser und Luftfeuchtigkeit beeinflussen die Photosynthese der Pflanze. Je mehr
Sonnenlicht, desto mehr Energie wird durch Photosynthese produziert; diese
Energie wird am besten durch Wachstum verbraucht, wenn es warm und feucht ist.
Verbraucht die
Pflanze weniger Energie, als durch Photosynthese hergestellt wurde, wird diese
Energie in Form von Fruktan im Stängel zwischengelagert. Dieser Speicher wird
wieder aufgebraucht, sobald die Pflanze wächst. (2)
Folgende
Gräsersorten sind eher mager: Wiesenfuchsschwanz,
Wisenlieschgras, Knaulgras, Rotschwingel, Wiesenrispe und Wisenschwingel.
Weidelgras
(Ryegras) enthält sehr viel Fruktan! (4)
2.2. Der
Einfluss von Jahreszeiten, Wetter, Temperatur auf das Graswachstum
Die Pflanzen
enthalten am meisten Fruktan, wenn Photosynthese stattgefunden hat, aber die
Pflanzen nicht gewachsen sind. Das trifft vor allem zu, wenn die Temperatur
unter 4°C ist und die Sonne scheint. (5)
Bei kühlem
Wetter (unter 8°C) wächst das Gras langsamer,
dadurch wird weniger Energie verbraucht und in Form von Fruktan gespeichert.
Ist es
bewölkt oder regnet es, wird aufgrund des
mangelnden Sonnenlichts wenig Energie produziert und auch kein Fruktan gebildet
und zwischengespeichert. Fruktan wird dann sogar aufgebraucht, wenn es warm
genug für Wachstum ist. (2,3)
2.3.
Allgemeine Richtlinien:
-
Pflanzen wachsen am schnellsten im Frühjahr,
Herbst und wenn es nach einer längeren Trockenperiode wieder regnet
(5)
-
Bewölkt, trocken und warm
->
wenig Energieproduktion und Wachstum (keine Fruktanspeicherung) ->
geringe/abnehmende Rehegefahr
-
Warm, feucht und bewölkt
->
produzierte Energie wird durch Wachstum aufgebraucht, Fruktanspeicher werden
abgebaut ->
geringe bis mittelmässige Rehegefahr
-
Kaltes Wetter und/oder Nachtfrost
->
gesteigerte Fruktanspeicherung bei geringem Wachstum ->
Rehegefahr
-
Kaltes und/oder frostiges Wetter bei
strahlendem Sonnenschein ->
Fruktanspeicherung in grossen Mengen ohne Pflanzenwachstum ->
starke Rehegefahr
-
Günstig:
-
Ungünstig:
-
Gefrorenes oder mit Reif
überzogenes Gras ->
meiden (5)
-
Nachmittags und früher Abend ->
diese Zeiten meiden
-
Hungrige Pferde auf die Weide bringen -> vorher gebadetes Heu füttern
-
Kraftfutter
(2,3)
2.4.
Anweiden:
Selbstverständlich sollte ein an akuter Hufrehe erkranktes Tier nicht auf die
Weide dürfen!
Nach Ausheilen der Hufrehe und wenn das Pferd anschliessend mindestens drei Wochen
symptomfrei ist, kann wieder versucht werden, das Pferd auf die Weide zu lassen.
Die Weide sollte mit möglichst kargen (also nicht gedüngten) und verblühten,
überständigen Gräsern (sie sind dann gelblich-bräunlich) bewachsen sein.
Die betroffenen
Pferde müssen langsam angewöhnt werden, man beginnt mit 10 Minuten und
verlängert die Weidezeit langsam. Es wird auch empfohlen, betroffene Pferde im
Offenstall mit ganzjährigem Weidezugang zu halten. So könne sich der Körper
langsam an die sich ändernde Vegetation gewöhnen (wie bei frei lebenden Pferden
auch). (4)
Dem
hufrehegefährdeten Pferd sollte vor dem Weidegang kein Kraftfutter gefüttert
werden. Vor dem Weiden sollte genügend Zeit gegeben werden, damit das Pferd
ausreichend Heu fressen kann, damit es nicht hungrig auf die Weide geht.
Wenn das Pferd
über mehrere Tage nicht auf die Weide konnte, muss es wieder langsam angeweidet
werden!
Während dem Anweiden sollte der Kot genauestens beobachtet werden: Die Weidezeit
sollte sofort wieder gekürzt werden, wenn der Kot dünner wird. (3)
3.
Theoretische Grundlagen zur Fruktanverdauung:
Ponies haben in
ihrer Entwicklung ihren Stoffwechsel an karges, nährstoffarmes Futter angepasst
und sind deshalb besonders anfällig für Hufrehe, wenn sie auf gedüngte Weiden
unbeschränkten Zugang haben.
Kleine
Fruktanmengen werden im Blind- und Dickdarm so verdaut, dass sie vom Körper
aufgenommen und verwertet werden können.
Säugetiere
haben keine Enzyme, um Fruktan zu verdauen.
Werden vom Pony
grosse Fruktanmengen gefressen, kann das Fruktan nicht vollständig abgebaut
werden und die Mengen gelangen unverdaut in den Dickdarm. Dort werden sie durch
Bakterien vergoren, was zu schweren Verdauungsproblemen und letztendlich auch zu
einer Zusammenhangstrennung zwischen Hufbein und Hufkapsel führt. Diese
Vergärung führt dazu, dass sich Streptokokken im Dickdarm explosionsartig
vermehren.
Ausserdem
vermischt sich der neutrale Verdauungsbrei aus dem Blinddarm mit dem vergärten
Brei aus Fruktose im Dickdarm und führt zur Milchsäurebildung. In diesem
unnatürlich sauren Darmmilieu vermehren sich die grampositiven Bakterien
Streptokokkus bovis und Streptokokkus equinus sehr schnell. Der pH-Wert im
Dickdarm ist dann bei ungefähr 4 – 5 (normaler pH-Wert beim gesunden Pferd 6,8
– 7,5).
Schon alleine
dieses saure Darmmilieu kann zu wässrigem Durchfall und Fieber führen.
Des Weiteren führt dieses saure Milieu auch zu Sekundärreaktionen im
Körper. Eine der wichtigsten Folgen für den Körper ist der Zelltod und die
Auflösung massenhaft „gesunder“ Bakterien im Darm. Dadurch werden giftige Stoffe
freigesetzt, die vom Darm in die Blutbahn gelangen, was beim Pferd zu anderen
schweren Krankheiten führen kann, neben der sich anbahnenden Hufrehe. (1)
4.1. Heu
= getrocknetes Gras: Fruktangehalt
Der
Fruktangehalt im Heu variiert je nach Graszusammensetzung, Schnittzeitpunkt,
Vegetationsstadium und dem Wetter beim Schnitt. Heu, welches zwischen Ende der
Blüte bis Bildung der Samen (so genanntes Öko-Heu) geschnitten wurde, ist
relativ arm an Fruktan, da die Pflanze in diesem Vegetationsstadium am meisten
Energie braucht.
Und auch Heu,
das am Morgen geschnitten wurde, ist ärmer an Fruktan als das, das am Abend
gemäht wurde.
Um den Fruktangehalt im Heu für rehegefährdete Pferde zu reduzieren, kann man das Heu
für ca. eine halbe Stunde in ein Wasserbad legen. Da sich die Wirksamkeit der
Auswaschung mit steigender Wassertemperatur verbessert, sollte das Wasser
möglichst über 50° C warm sein. So kann man bis zu 30 % des Fruktangehaltes aus
dem Heu ausschwemmen. (Hinweis: es werden auch andere Mineralstoffe
ausgeschwemmt.)
Trotzdem ist der pH-Wert im Dickdarm bei reiner Heufütterung stabil und die
Dickdarmflora ist gesund. Um eine möglichst stabile und gesunde Dickdarmflora zu
erhalten, sollte das Pferd keine langen Fresspausen haben, vor allem nicht in
der Nacht. (3)
4.2.
Stärkegehalt im Kraftfutter:
Auch eine zu
hohe Kraftfutterzufuhr führ zu einem sauren Milieu im Dickdarm und löst so
Hufrehe aus.
Falls also
Kraftfutter gegeben werden muss, sollte man Hafer füttern.
Die anderen
Getreidearten wie Weizen, Hirse, Mais und Gerste scheinen weniger geeignet zu
sein. (1,3)
4.3.
Fruktangehalt in Äpfeln und Karotten:
In Experimenten
konnte Hufrehe schon bei 7,5 g Fruktan pro kg Körpergewicht ausgelöst werden.
(5)
Darum finde ich
es interessant, wie viel Gramm Fruktan sich in Äpfeln und Karotten befindet, da
sie oft als Belohnung oder sonstige Futterzusätze gegeben werden.
Karotten
enthalten pro 100g 1 – 5 g Fruktan.
Äpfel enthalten
pro 100g 5 – 10 g Fruktan (6)
5.
Schlussgedanken:
Pferde und Ponies, die hufrehegefährdet sind, können unter bestimmten Bedingungen auf die
Weide. Abhängig von den Grassorten, Temperatur, Wetter, Jahreszeit und
Graswachstum ist der Fruktangehalt in den Gräsern verschieden. Wenn der Besitzer
diese Umstände genau beachtet und beobachtet, kann das Tier wenigstens
stundenweise auf die Weide.
Es sollten aber
auch alle anderen Faktoren miteinbezogen werden. Das Pferd sollte - soweit
möglich – regelmässig gearbeitet werden. Das restliche Futter sollte genau auf
seine Bedürfnisse abgestimmt sein, damit es weder zuwenig noch zuviel bekommt.
Leckerlis und Belohnungen jeder Art sollten mit berücksichtigt und stark
reduziert werden!
Ein Hufschmied/Hufpfleger sollte in regelmässigen Abständen die Hufe korrekt
ausschneiden, damit sie nicht zu lang werden und dem Pferd das Laufen zusätzlich
erschweren.
Und last but
not least gibt es viele Möglichkeiten, den Körper des Pferdes mit
Alternativmedizin zu unterstützen. Aus dem Dschungel der Angebote muss sich
jeder die für sich und sein Tier geeignete Therapie selbst aussuchen; dabei
helfen sicher Tipps und Erfahrungen anderer Tierhalter.
Mit dieser
Arbeit hoffe ich, dass ich den Besitzern von “meinen“ hurehegeplagen Ponies
einen kleinen Einblick in dieses Thema geben kann und dass Jimmi, Päuli,
Tschäggi, Cannabis und viele andere Ponies wenigstens stundenweise gefahrlos auf
die Weide können.
6.
Quellen
(1) Christopher
Pollitt 2008: Equine Laminitis Current Concepts
(2 )
www.equhttp://www.equivetinfo.deivetinfo.de
(3)
www.h-h-c.de/Fuetterung
(4)
www.dhd24.com/magazin/tierwelt/pferdewelt/gesundheit
(5) Dietary factors involved in the induction of equine laminitis by Robert A. Eustace
BVSc Cert E.P. FRCVS, Director of the Laminitis Clinic
(6)
www.med-tu-muenchen.de
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Darf ich vorstellen, dass ist Jimmy, eine über 30-jährige
Shetty-Dame. Als ich Jimmy im April 2008 zum ersten Mal sah, war sie nicht so
glücklich, wie auf diesem Bild!

Sie lag im Stall, schaute mich mit traurigen Augen an und
konnte kaum mehr als ein paar Sekunden stehen, während ich ihre
Hufe bearbeitete. Sie tat mir richtig leid und ich
fragte ihre Besitzerin R., ob sie sie nicht lieber erlösen möchte.
R. erzählte mir die Leidensgeschichte: nach dem ersten
Reheschub vor einiger Zeit war Jimmy im Tierspital und es ging ihr sogar noch
schlechter als jetzt. Immerhin konnte sie langsam laufen. R. wollte nochmals
alles versuchen, damit es ihrer Jimmy besser geht.
Also verabredeten wir uns alle 2 Wochen, um die Hufe
langsam zu kürzen. Nach jeder Bearbeitung konnte Jimmy wieder etwas besser
laufen, sie fing sogar an, auf der Weide zu traben. Mit der Zeit stellte sich
aber ein "Stillstand" ein, die Hufe schienen immer noch schmerzhaft zu sein. Ich
fragte nach der Fütterung: sie bekam sehr viel Zusatzfutter, darunter auch für
"Sportpferde, die Energie brauchen". Zu all den Futtermitteln, die sehr viel
Fruktan enthielten, wurde der Besitzerin durch einen Futtermittel-Spezialisten
geraten. Sie brauchte all diese Zusätze, da sie bei reiner Heu- und
Strohfütterung völlig abgemagert ist!
Als ich wieder zu Hause war, schoss es mir durch den Kopf:
die Zähne. Ein Pferdezahnarzt
bearbeitete ihre Zähne, was auch nötig war. Sofort wurde die Menge des
Zusatzfutters stark reduziert und nach kurzer Zeit gar nichts mehr davon
gegeben. Jimmy ging es jedes mal besser, wenn ich zu Besuch kam und galoppierte
inzwischen mit ihren beiden Kollegen über die Weide! Auch das Hufwachstum liess
endlich nach, so dass wir inzwischen nur noch alle 4 - 6 Wochen die Hufe
ausschneiden.
Ende Mai 2009 konnte Jimmy mit ihren beiden Freunden auf
eine grosse Weide mit Offenstall umziehen. Ehrlich gesagt, habe ich die erste
Woche täglich mit einem Anruf von R. gerechnet. Die Befürchtung, Jimmy könnte
doch noch einen Hufreheschub bekommen, hat sich zum Glück nicht bestätigt!

Hier sehen Sie die beiden Freunde von Jimmy, den grauen
Päuli und die auch schon über 30-jährige Neige. Päuli hatte im Herbst 2008
plötzlich auch mehrere Hufreheschübe und ist seitdem er auf der Weide ist,
völlig beschwerdefrei.
Nun waren die Ponys den ersten Winter auf der Weide, im
April und Mai wurde die Weidefläche stark eingeschränkt. Die Ponys haben aber
sehr viel Bewegung und können hoffentlich schon bald wieder auf die ganze Weide!
Im Nachhinein bin ich froh, dass R. Jimmy nicht aufgegeben
hat! Es ist so schön, wenn Jimmy zu uns kommt, mit leuchtenden Augen, wachen
Ohren und uns mit einem "Blubbern" oder Wiehern begrüsst!
Ich wünsche R. und ihren Ponys alles Gute und danke ganz
herzlich dafür, dass ich über ihre Ponys schreiben durfte!

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